Mariele | ganz konkrete Hilfe für Flüchtlinge

Bin gerade mal wieder ein bisschen hin und weg von „unserer“ Mariele, nachdem ich folgenden Artikel im Kölner Stadtanzeiger gelesen haben (Danke, Simone!).

 Zur Miete bei Mariele Millowitsch

[….] „Ich habe im »Kölner Stadt-Anzeiger« gelesen, dass die Flüchtlinge hier in Turnhallen und Baumärkten untergebracht werden“, sagt Millowitsch. „Das hat mich fassungslos gemacht: Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten, weil dort Krieg herrscht, so unterzubringen. Die Menschen müssen bei uns im Viertel leben, um hier heimisch werden zu können. Integration funktioniert nicht, wenn man die Menschen ausschließt.“ Millowitsch rief beim Auszugsmanagement der Stadt an und fragte, wie sie eine Wohnung an Flüchtlinge vermieten könne.

Schnell traf man sich zu einem Gespräch. Millowitsch wollte gern einer alleinstehenden Frau mit Kind helfen – zunächst hieß es, die 50-Quadratmeter-Wohnung könne aufgrund der Vorschriften nur von einer Person bezogen werden, doch die Behörde habe eingelenkt. Zwei Frauen stellten sich dann vor.

„Man bekommt nicht einfach jemanden zugeteilt, der Wohnungsbesitzer entscheidet“, sagt Millowitsch. Für Twina und ihren Sohn und gegen eine Frau aus Aserbaidschan entschied sich die 59-Jährige, weil Twina sonst keine Chance auf eine eigene Wohnung gehabt hätte: Sie verfügte nicht über einen Wohnberechtigungsschein.

„Dank der öffentlichen Diskussion über eine würdige Willkommenskultur fragen inzwischen mehr Privatleute, wie sie ihre Wohnung an Flüchtlinge vermieten können“, sagt Stefan Ferber, Leiter des Amts für Wohnungswesen. „Unsere Erfahrungen mit den Mietern sind sehr gut.“ Einziges Manko für Vermieter: Die von der Stadt übernommenen Kosten richten sich nach dem Mietspiegel und sind oft niedriger als die Preise, die in Köln gezahlt werden. „Das ist für viele Menschen, die Wohnungseigentum haben, sicher verkraftbar“, sagt Millowitsch, die auf viele Nachahmer hofft. [….]

Den ganzen Artikel gibt’s im Kölner Stadtanzeiger (14.01.2015)

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