Walter | Interview über „Letzte Zugabe“ (Theaterzeitung Hagen, 01/2015)

In der Theaterzeitung des Theaters Hagen war anlässlich der gestrigen Lesung von „Letzte Zugabe“ auch ein Interview mit Walter, hier ein kurzer Ausschnitt…

Es gibt viele deutsche Schauspieler, die sich in Menschenrechtsfragen oder für den Umweltschutz engagieren, aber meist nur im Ausland. Haben Sie eine Erklärung dafür?

Es wird in Deutschland wahnsinnig ungern gesehen, sowohl bei einigen Fernsehsendern als auch bei Menschen, die wesentliche Positionen in unserer Gesellschaft vertreten. Ich will gar nicht kleinreden, was Kollegen wie Peter Maffay oder andere in Afrika bewirken, das ist viel und das ist gut. Aber es stimmt, es ist leichter sich im Ausland zu engagieren. Die meisten wollen nicht anecken. Und als Schauspieler will man ja auch gemocht werden. Wenn wir nicht gemocht werden, werden wir nicht geguckt, und wenn wir nicht geguckt werden, haben wir keine Arbeit. Es ist ja nicht so, dass ich ein wahnsinnig mutiger Mensch wäre. Ich habe damals einfach eine inhaltliche Notwendigkeit für mein Engagement in Stuttgart gesehen. Die Konsequenzen waren mir nicht klar, und als sie dann kamen, dachte ich: Es ist zwar blöde, aber so ist das. Plötzlich riefen mich bestimmte Leute nicht mehr an. Dafür rufen jetzt andere an. Leute, die bisher gedacht haben: „Ach, der Sittler, der spielt doch immer so nette Komödien, ist ein netter Typ“. Jetzt sehen sie: „Das geht ja auch anders bei dem“.

Das gesante Interview mit Walter (Theaterzeitung Hagen, Januar 2015)

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Eine Antwort auf Walter | Interview über „Letzte Zugabe“ (Theaterzeitung Hagen, 01/2015)

  1. Stephanie sagt:

    Hi, wollte nur ergänzen, dass Nikola ab Juni auch freitags auf rtlplus gezeigt wird, dem neuen Sender von RTL. Frei und kostenlos empfangbar .

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