"Als ich ein kleiner Junge war"
Walter Sittler spielt Erich Kästner

Eine vorweihnachtliche Geschichte für Erwachsene - mit Walter Sittler und sechs Musikern.
Premiere hat dieses Stück am 25. November 2006 in der Gläsernen Manufaktur in Dresden.
 
Das Stück| Die Musik | Produktion | CD | Bilder| Orte | Kritiken

Es ist Weihnachten. Der letzte König von Sachsen spaziert allein durch die abendlich funkelnde Prager Straße und bleibt nachdenklich vor den schimmernden Schaufenster stehen. Für Kinderkleider und Spielwaren interessiert er sich am meisten. Es schneit. In den Läden glitzern die Christbäume. Und die Passanten stoßen sich an und flüstern: "Der König!" Er ist einsam.

Weihnachtlich beginnt die autobiographische Erzählung Erich Kästners über seine Kindheit und das Weihnachtsfest nimmt in der Kindheit des kleinen Erich einen großen Platz ein.

Walter Sittler spielt Erich Kästner in einem grandiosen inszenierten Monolog. Die Situation: ein Raum, Ende der vierziger Jahre in irgendeiner deutschen Stadt. Sieben Menschen, ein Schriftsteller und sechs Musiker, die hier gestrandet sind. Draußen auf dem Boulevard der Morgen, der sich bläulich getönt ankündigt. Und während der große deutsche Autor mit den Augen eines Erwachsenen und mit dem Herzen eines Kindes aus dem Füllhorn seiner Erinnerungen zu erzählen beginnt, setzen sich die Musiker nach und nach an ihre Instrumente, begleiten die Geschichten, kommentieren sie, treiben sie voran.

Es sind nachdenkliche Erinnerungen an das Leben eines kleinen Jungen, der den Launen eines verrückten Jahrhunderts mit kindlicher Gradlinigkeit und voller Lebensfreude entgegen getreten ist. Und man ist verwirrt: so vieles hat sich geändert im Verlauf der letzten hundert Jahre – und fast alles ist gleich geblieben!

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Die Musik
 
"Salonorchester" nannte man um die Jahrhundertwende Instrumental-Ensembles für Tanz- und Unterhaltungsmusik, die bis etwa 1930 in Kaffeehäusern auftraten. Die Kunst der Salonmusik besteht darin, mit hintergründiger Ironie die vordergründigsten Klischees zu servieren. Und genau das gelingt der von Libor Síma eigens komponierten Musik vortrefflich.

Man hört Strawinsky und seine "Geschichte vom Soladen", man hört Weill und seine "Dreigroschenoper", man hört Gassenhauer aus den zwanziger Jahren: Símas Komposition zitiert die Musik der frühen Jahre des vergangenen Jahrhunderts und hat doch eine ganz eigene Sprache, deren Humor und Ironie sich auch in der eigenwilligen Besetzung widerspiegelt: Harmonium, Geige, Kontrabass, Schlagzeug, Trompete und Saxophon.

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Produktion
   
Textbearbeitung und Regie Martin Mühleis
Musik Libor Síma
Ausstattung Gudrun Schretzmeier
Konzept sagas GmbH

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Hörbuch CD
 
Eine Hörbuch des Abends kann bei den Vorstellungen gekauft oder bei Sagas Produktionen bestellt werden. (Kosten 19 EUR)

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Bilder von den Proben

   
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Bisherige Spielorte
 

Seit 2006 war das Stück bisher zu sehen in:

Albstadt, Auenwald, Augsburg, Baden-Baden, Bad Mergentheim, Bad Soden, Bad Kissingen, Basel, Bautzen, Bergedorf, Berlin, Biberach, Bielefeld, Bietigheim, Bremen, Dreieich, Dresden, Düsseldorf, Eckernförde, Elmau, Emsdetten, Eislingen, Fellbach, Frankfurt, Friedrichshafen, Fulda, Fürth, Garmisch-Partenkirchen, Gifhorn, Göppingen, Göttingen, Halle, Hamburg, Husum, Itzehoe, Jena, Kaiserslautern, Karlsruhe, Kiel, Köln, Lauchheim, Leipzig, Lerthe, Leutkirch, Leverkusen, Lindau, Luxemburg, Mannheim, Marl, Mettingen, Neuhardenberg, Nienburg, Nürtingen, Pforzheim, Puchheim, Ravensburg, Rosenheim, Rostock, Rüsselsheim, Saarbrücken, Schorndorf, Schwäbisch Hall, Schwerin, Singen, St. Augustin, Stade, Stuttgart, Tübingen, Westerburg

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Kritiken
 
Die Kraft des Erinnerns Südwestpresse, 18.10.10
Kleines Einmaleins des Lebens Kölner Stadtanzeiger, 13.12.09
Schicksal des übermäßig geliebten Sohnes Pforzheimer Nachrichten, 11.12.09
Satire und viel Wehmut Harburger Nachrichten, 2008
Großer kleiner Junge Kieler Nachrichten, 21.11.08
Als Erich Kästner noch ein Junge war Tagesspiegel, 11.01.08
Zauberhafte Kindheit mit bitterem Beigeschmack Reutlinger Generalanzeiger, 16.12.06
Guter Junge Sächsische Zeitung, 27.11.06


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